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Kündigungsgrund beweisen

Drogenkonsum: Arbeitgeber muss Kündigungsgrund beweisen

Spricht der Arbeitgeber eine Kündigung aus, muss er den Kündigungsgrund beweisen. Der Konsum von Drogen kann zwar eine fristlose Kündigung rechtfertigen. Der Arbeitgeber muss jedoch beweisen, dass der Arbeitnehmer tatsächlich Drogen zu sich genommen hat. Der Verweis auf einen Zeugen, der möglicherweise die Einnahme von Drogen beobachtet habe, genügt nicht. 

So entschieden die Richter vom Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg am 24.08.2018 .

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Kündigung auf Verdacht

Kündigung auf Verdacht unwirksam trotz Ermittlungen der Staatsanwaltschaft

Die Kündigung gegenüber einem Arbeitnehmer allein wegen des Verdachts eines Fehlverhaltens ist nur unter engen Voraussetzungen wirksam. Insbesondere muss die Wahrscheinlichkeit des Fehlverhaltens sehr hoch sein und dem Arbeitnehmer vor der Kündigung auf Verdacht die Möglichkeit eingeräumt worden sein, sich zu den Vorwürfen zu äußern. So entschied das Landesarbeitsgericht (LAG) Hamm am 14.08.2017.

Verdachtskündigung

Verdachtskündigung: Hohe Anforderungen werden gestellt

Der Arbeitgeber kann grundsätzlich auch dann außerordentlich kündigen, wenn er einen Arbeitnehmer nur in Verdacht hat, eine Pflichtwidrigkeit begangen zu haben, dies aber letztlich nicht zu voller Gewissheit nachweisen kann. Hinter diesen sogenannten Verdachtskündigungen steht der Gedanke, dass das Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer auch bei Vorliegen konkreter Verdachtsmomente schon nachhaltig zerrüttet sein kann.