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Selbstmord

Selbstmord angedroht: Fristlose Kündigung kann gerechtfertigt sein

Droht ein Arbeitnehmer seinem Arbeitgeber den eigenen Selbstmord an, so kann dies eine fristlose Kündigung rechtfertigen. Von diesem Grundsatz sind auch Aussagen während einer Wiedereingliederung nicht ausgenommen, entschied nun das Bundesarbeitsgericht.

Fremdenfeindliche Äußerungen

Fremdenfeindliche Äußerungen in privatem Chat: Fristlose Kündigung unwirksam

Tauschen Mitarbeiter in einer kleinen WhatsApp-Gruppe unter anderem fremdenfeindliche Äußerungen aus, berechtigt dies ihren Arbeitgeber grundsätzlich nicht zur fristlosen Kündigung.

So entschied das Arbeitsgericht Mainz am 15.11.2017.

Fristlose Kündigung

Fristlose Kündigung wegen Weiterleitung von E-Mails an privaten Account wirksam

Das Landesarbeitsgericht (LAG) Berlin-Brandenburg hatte am 16. Mai 2017 zu entscheiden, ob die Weiterleitung von betrieblichen E-Mails an einen privaten E-Mail-Account zu einer fristlosen Kündigung des Arbeitnehmers führen kann. Die Richter befanden, dass dieses Verhalten eine erhebliche Pflichtverletzung in Bezug auf die Interessen des Arbeitgebers darstelle. Eine fristlose Kündigung sei somit gerechtfertigt.

Kündigung auf Verdacht

Kündigung auf Verdacht unwirksam trotz Ermittlungen der Staatsanwaltschaft

Die Kündigung gegenüber einem Arbeitnehmer allein wegen des Verdachts eines Fehlverhaltens ist nur unter engen Voraussetzungen wirksam. Insbesondere muss die Wahrscheinlichkeit des Fehlverhaltens sehr hoch sein und dem Arbeitnehmer vor der Kündigung auf Verdacht die Möglichkeit eingeräumt worden sein, sich zu den Vorwürfen zu äußern. So entschied das Landesarbeitsgericht (LAG) Hamm am 14.08.2017.

Konkurrenzunternehmen

Beteiligung an einem Konkurrenzunternehmen kann fristlose Kündigung rechtfertigen

Beteiligt sich ein Arbeitnehmer zu 50 % an einem Konkurrenzunternehmen, kann dies zu einer fristlosen Kündigung seines Arbeitsverhältnisses führen, wenn er maßgeblichen Einfluss auf den Geschäftsbetrieb der Gesellschaft hat.

Minusstunden

Überschreitung zulässiger Minusstunden im Arbeitsverhältnis kann fristlose Kündigung rechtfertigen

Überschreitet ein Arbeitnehmer die zulässige Grenze der Minusstunden seines Arbeitszeitkontos in beharrlicher und schwerwiegender Weise, kann der Arbeitgeber ihm grundsätzlich fristlos kündigen. Das entschied das Landesarbeitsgericht Hamburg.

Illoyales Verhalten

Illoyales Verhalten der Geschäftsführerin gegenüber Vereinsvorstand: Fristlose Kündigung wirksam

Ein Verein kann seiner Geschäftsführerin außerordentlich kündigen, wenn diese gezielt auf die Abwahl des Vorsitzenden hinwirkt. Ein solches Verhalten gefährde den Betriebsfrieden und die erforderliche Vertrauensbasis für eine weitere Zusammenarbeit.

Persönliche Beleidigung

Persönliche Beleidigung gegenüber Arbeitgeber rechtfertigt fristlose Kündigung

Eine schwere persönliche Beleidigung gegenüber dem Arbeitgeber rechtfertigt eine außerordentliche Kündigung. Das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein hat damit in zweiter Instanz ein Urteil des Arbeitsgerichts Neumünster bestätigt.

Kündigung wegen Drogenkonsums

Fristlose Kündigung wegen Drogenkonsums wirksam

Das Konsumieren von Drogen durch Berufskraftfahrer kann eine außerordentliche Kündigung rechtfertigen. Dabei ist irrelevant, ob Substanzen innerhalb oder außerhalb der Arbeitszeit eingenommen werden. Eine negative Einflussnahme auf die Fahrtüchtigkeit muss auch nicht konkret nachgewiesen werden, es genügt die generelle Gefahr. So entschied das Bundesarbeitsgericht (BAG).

Arbeitsverweigerung

Fristlose Kündigung bei ungerechtfertigter Arbeitsverweigerung

Beharrliche Arbeitsverweigerung kann auch dann zu einer fristlosen Kündigung führen, wenn der Arbeitnehmer sich zu Unrecht auf ein Leistungsverweigerungsrecht oder Zurückbehaltungsrecht beruft. Dies hat das Bundesarbeitsgericht entschieden.