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Konkurrenz des Arbeitgebers

Abmahnung rechtmäßig: Redakteur veröffentlicht Artikel bei Konkurrenz des Arbeitgebers

Mit der Konkurrenz des Arbeitgebers zusammenzuarbeiten kann den Arbeitnehmer in Schwierigkeiten bringen und eine Abmahnung oder sogar Kündigung rechtfertigen.
Wenn ein Redakteur einen Artikel für eine andere Zeitung schreibt und dabei Informationen verwendet, die er bei der beruflichen Tätigkeit für seinen Arbeitgeber erlangt hat, kann er wirksam abgemahnt werden. Das gilt auch, wenn er von den Ereignissen die Gegenstand der Berichterstattung sind, selbst betroffen ist.

Abmahnungserfordernis

Dienstfahrzeug privat genutzt: Ist Kündigung ohne Abmahnung wirksam?

Nutzt ein Arbeitnehmer mehrere Monate lang ein Dienstfahrzeug für private Zwecke, kann ihm gekündigt werden. Vorher muss jedoch er abgemahnt werden. Dies hat das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz am 24. Januar 2019 entschieden.

Viele Einzelverstöße

Viele Einzelverstöße berechtigen nicht zur Kündigung ohne Abmahnung

Einem Arbeitnehmer kann nicht einfach überraschend wegen pflichtwidrigem Verhalten gekündigt werden. Stattdessen muss der Arbeitgeber den Arbeitnehmer zunächst abmahnen und ihm so die Gelegenheit zur Besserung geben. Auch wenn der Arbeitnehmer viele Einzelverstöße begeht, summieren sich diese nicht zu einem ausreichenden Kündigungsgrund – Auch hier muss vorher abgemahnt werden.

Recht auf informationelle Selbstbestimmung

Recht auf informationelle Selbstbestimmung: Arbeitnehmer müssen Handynummer nicht herausgeben

Weigert sich ein Arbeitnehmer, seine Handynummer herauszugeben, so kann er deswegen nicht abgemahnt werden. Dies gilt jedenfalls, wenn der Arbeitgeber die Handynummer verlangt um den Arbeitnehmer auch in seiner Freizeit zum Dienst rufen zu können. Die Angabe der Handynummer stellt nämlich einen erheblichen Eingriff in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung dar.

Kündigung

Wirksame Kündigung eines Ordnungsamtmitarbeiters wegen der Lektüre von „Adolf Hitler, Mein Kampf“

Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg hat am 25.09.2017 entschieden, dass die ordentliche Kündigung gegenüber einem Ordnungsamtmitarbeiter ohne vorherige Abmahnung wirksam ist, wenn dieser während der Dienstzeit das Buch „Adolf Hitler, Mein Kampf“ liest. Dies stelle einen erheblichen Pflichtverstoß dar.

Minusstunden

Überschreitung zulässiger Minusstunden im Arbeitsverhältnis kann fristlose Kündigung rechtfertigen

Überschreitet ein Arbeitnehmer die zulässige Grenze der Minusstunden seines Arbeitszeitkontos in beharrlicher und schwerwiegender Weise, kann der Arbeitgeber ihm grundsätzlich fristlos kündigen. Das entschied das Landesarbeitsgericht Hamburg.

Arbeitsfehler

Wiederholte Arbeitsfehler begründen nicht immer verhaltensbedingte Kündigung

Begeht ein Arbeitnehmer Fehler bei seiner Tätigkeit, kann sein Arbeitgeber ihm deswegen nicht ohne Weiteres kündigen. Selbst wenn er bereits mehrfach abgemahnt wurde, kann die Interessenabwägung im Einzelfall zugunsten des Arbeitnehmers ausfallen. Das hat nun das Landesarbeitsgericht Köln entschieden.

Arbeitsunfähigkeit

Presseveröffentlichung: Abmahnung wegen Betriebsratssitzung

Herr Rechtsanwalt Jens Niehl, Fachanwalt für Arbeitsrecht, hat einen Artikel für die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) mit dem Thema „Abmahnung wegen Betriebsratssitzung“ verfasst, der am 4. März veröffentlicht wurde.

Was tun bei abmahnung

Was tun bei Abmahnung?

Vom Arbeitgeber eine Abmahnung zu erhalten, sorgt bei vielen Arbeitnehmern für Beunruhigung: Droht nun unmittelbar die Kündigung? Muss man einen Sachverhalt, den man selbst für falsch wiedergegeben hält, so hinnehmen? Ist die Abmahnung überhaupt rechtmäßig? Und: Kann man sich gegen eine Abmahnung wehren?

Was ist eine Abmahnung

Was ist eine Abmahnung genau?

Im Arbeitsrecht wird häufig vom Begriff der „Abmahnung“ gesprochen. Was ist eine Abmahnung eigentlich genau und wie geht man am besten gegen sie vor?
Der erste unserer beiden Beiträge zur Abmahnung widmet sich der Frage, was eine Abmahnung genau ist.